STEFAN BRADL UNTERZEICHNET ZWEIJAHRES-VERTRAG MIT HONDA MOTOR EUROPE FÜR SUPERBIKE WM

Nach elf Jahren Grand Prix Rennsport wechselt der Moto2 Weltmeister 2011 mit dem weltgrössten Motorradhersteller in die FIM World Superbike Championship.

Ein entsprechendes Abkommen für die Saisonen 2017 und 2018 wurde anfangs dieser Woche besiegelt. Der 26-jährige Bradl wird zusammen mit dem ehemaligen MotoGP Champion Nicky Hayden das offizielle Honda Team in der Superbike WM bilden. Der Rennbetrieb wird vom niederländischen Ten Kate Team abgewickelt und im Herbst dieses Jahres wird eine neue Honda CBR1000RR Fireblade vorgestellt, die als Basis für die nächstjährige Rennmaschine dienen wird. Honda wird für diesen Zweck eine verschärfte Version homologieren lassen.

Nach dem Titelgewinn 2011 in der Moto2 Klasse stieg Stefan Bradl mit LCR Honda in die Premier Class des Motorradrennsports MotoGP auf. Dort fuhr er die Saisonen 2012 bis 2014. Zu Saisonhalbzeit des Vorjahres wechselte er von Forward Racing zu Aprilia Racing Team Gresini. Nach bisher insgesamt 19 Podiumsplatzierungen, inklusive sieben Grand Prix Siege (zwei 125ccm / fünf Moto2) und einem zweiten Rang in MotoGP, und 46 Top-Ten-Zielankünften in den Königsklasse MotoGP stellt sich Bradl nun einer neuen Herausforderung.

#6 Stefan BRADL:

“Ich bin sehr glücklich, dass ich 2017 für Honda in der Superbike WM fahre und ich freue mich schon enorm auf diese neue Herausforderung. Es war bestimmt keine leichte Entscheidung, nach so vielen Jahren im Grand Prix Sport diesen Paddock zu verlassen und die Rennserie zu wechseln. Aber ich sehe gute Chancen für mich, mit dem Ten Kate Team und dem professionellen Umfeld von Honda in der Superbike WM erfolgreich zu sein. Es wird mit Sicherheit eine spannende Angelegenheit mit der neuen Honda CBR1000RR dieses Projekt zum Erfolg und im Generellen auf ein hohes Niveau zu bringen. Das Team ist eine coole Truppe, das trifft auch auf meinen Teamkollegen Nicky (Hayden) zu, der bekanntlich diesen Schritt schon zu Beginn dieser Saison machte. Ich denke, wir sind eine gute Kombination. freue mich jedenfalls auf die Zusammenarbeit mit ihm und dem Ten Kate Team. Ich bin sehr motiviert für dieses Projekt und kann die neuen Aufgaben kaum mehr erwarten. Doch zuvor gilt es noch diese Saison anständig zu beenden.”

GP Deutschland: CRASH IM WARM UP GLIMPFLICH ÜBERSTANDEN

Stefan Bradl musste nach einem schweren Sturz am Sonntagvormittag auf sein Heimrennen verzichten.

Der 26-jährige MotoGP Pilot kam im verregneten Warm Up in seiner dritten Runde in Kurve sieben schwer zu Sturz. Nach der Erstuntersuchung in der Clinica Mobile wurde Bradl ins Klinikum Chemnitz gebracht, wo mittels einer Computertomographie bis auf eine Gehirnerschütterung keine weiteren ernsthaften Verletzungen diagnostiziert wurden. Seine Teilnahme an den zweitägigen Testfahrten am Dienstag und Mittwoch dieser Woche auf dem Red Bull Ring in der Steiermark hat er bereits abgesagt. Die Ärzte haben ihm mindestens eine Woche absolute Ruhe verordnet.

Nächstes Rennen: 14. August, Red Bull Ring, Spielberg / Österreich

GP Deutschland: SECHSTE STARTREIHE BEIM HEIMRENNEN

THNach anfänglichen Schwierigkeiten kam Stefan Bradl rechtzeitig bis zum Qualifying am Samstagnachmittag besser in Schwung.

Nach dem teilweise verregneten Freitag besserte sich das Wetter bis zum zweiten Trainingstag. Das Fahrerlager wurde bereits am Morgen von herrlichen Sonnenschein begrüsst. Dank der geänderten Bedingungen konnten die Teams und Fahrer mit der eigentlichen Abstimmung der Rennmaschinen beginnen und sich für das Qualifying vorbereiten. Stefan Bradl und seine Crew brauchten allerdings eine Weile, um in erster Linie hinsichtlich der Elektronik den richtigen Weg einzuschlagen.

Das letzte MotoGP Rennen vor der Sommerpause wird am Sonntag um 14:00 Uhr gestartet. Die Fahrer müssen sich auf die Distanz über 30 Runden auf dem kurvenreichen Sachsenring einstellen.

#6 Stefan BRADL (Aprilia Racing Team Gresini, Aprilia), Startplatz 17 – 1´22.493 (8/9):

“Wir haben uns heute das Leben selbst ein bisschen schwerer gemacht. Wir entschieden uns für das zweite Bike, dass im Gegensatz zu dem Motorrad, mit dem ich gestern fuhr, hinsichtlich der Elektronik geringfügig anders eingestellt war. Um dies auf den gleichen Stand zu bringen, kostete uns etwas Trainingszeit. Doch während FP4 waren wir in der Lage die Traktion zu verbessern. In diesem Bereich müssen wir uns aber auf dieser Piste noch weiter steigern. Im Qualfying war ich dennoch in der Lage zu pushen und ich denke, der 17. Startplatz geht in Ordnung. Insgeheim hatte ich aber schon gehofft, besser abzuschneiden. Ich hoffe auch, dass das Wetter morgen nicht verrücktspielt, da ja vor allem die Vorhersage nicht sonderlich erfreulich ist. Der Sachsenring ist von Haus aus eine schwierige Strecke, wenn die Bedingungen nicht perfekt sind.”

MotoGP™ Rangliste Qualifikationstraining:
1 #93 Marc MARQUEZ / SPA / Repsol Honda Team / Honda / 1´21.160
2 #8 Hector BARBERA / SPA / Avintia Racing / Ducati / 1´21.572 +0.412
3 #46 Valentino ROSSI / ITA / Movistar Yamaha MotoGP / Yamaha / 1´21.666 +0.506
17 #6 Stefan BRADL / GER / Aprilia Racing Team Gresini / Aprilia / 1´22.493 +1.333

GP Deutschland: WETTERKAPRIOLEN AM FREITAG

Ständig wechselnde Witterungsbedingungen raubten Stefan Bradl wertvolle Trainingszeit.

Immer wieder einsetzender Nieselregen war der Grund für mehrere Unterbrechungen während der ersten Freien Trainings am Freitag auf dem Sachsenring. Bradl und seine Crew des Aprilia Racing Team Gresini taten sich schwer eine Richtung hinsichtlich der Abstimmung des Motorrades zu erarbeiten, nachdem der 2016er Prototyp der Aprilia RS-GP an diesem Wochenende sein Debüt auf der kurvenreichen Piste in Deutschland erlebt.

#6 Stefan BRADL (Aprilia Racing Team Gresini, Aprilia), FP1: P15 – 1´25.418 (5/6) / FP2: P18 – 1´24.116 (13/15):

“Das war wieder einmal ein unnützer erster Trainingstag. Das Wetter machte uns das Leben schwer, vor allem während der ersten Session am Vormittag. Als es in einem Abschnitt zu regnen begann, bin ich wie einige andere Fahrer dort auch gestürzt. Wenigstens am Nachmittag besserten sich die Bedingungen ein wenig. Doch das Setting, mit dem wir in FP2 loslegten, erwies sich als nicht sehr effektiv. Wir änderten das Heck des Bikes in eine Richtung, ohne dabei grossartige Erfolge zu erzielen. Kurz vor Ende der Trainingszeit wechselten wir zu einer Konfiguration zurück, die wir besser kennen. Das Gefühl verbesserte sich, aber leider war auch schon die Session gelaufen. Hoffentlich ermöglicht uns morgen das bessere Wetter in dieser Richtung weiterzuarbeiten. Es scheint, als ob dieser Weg gute Ergebnisse bringt.”

MotoGP™ Kombinierte Zeitenliste FP1/FP2:
1 #25 Maverick VINALES / SPA / Team SUZUKI ECSTAR / Suzuki / 1´22.161 (FP2)
2 #29 Andrea IANNONE / ITA / Ducati Team / Ducati / 1´22.381 +0.220 (FP2)
3 #93 Marc MARQUEZ / SPA / Repsol Honda Team / Honda / 1´22.775 +0.614 (FP2)
18 #6 Stefan BRADL / GER / Aprilia Racing Team Gresini / 1´24.116 +1.955 (FP2)

Deutschland GP: “ANSPANNUNG BEIM HEIMRENNEN IMMER GRÖSSER”

Für den 26-jährigen Aprilia-Werkspilot ist der Motorrad Grand Prix Deutschland an diesem Wochenende zwar nichts Neues, doch nach dem verletzungsbedingten Verzicht vor einem Jahr geht Bradl dieses Mal ungleich aufgeregter in sein Heimrennen.

Den dichtgedrängten Zeitplan aufgrund der ungewöhnlich vielen Side-Events auf dem Sachsenring meistert Stefan Bradl Jahr für Jahr bravurös. Allerdings angesichts der Tatsache, dass er auf der kurvenreichen Piste im Freistaat Sachsen mit seiner Aprilia RS-GP bisweilen noch keine Runde fuhr, sorgt für etwas zusätzliche Aufregung im Vorfeld des wichtigsten Rennens aus der Sicht des Bayern.

Der Motorrad Grand Prix Deutschland auf dem Sachsenring hat sich längst zum grössten Motorsportereignis hierzulande gemausert. Zuschauerzahlen von weit über 200.000 (!) über all die Jahre hinweg belegen diese Tatsache eindeutig. Mit gerade mal 3,6 Kilometer Streckenlänge ist der Sachsenring die kürzeste Piste des aktuellen WM-Kalenders. Insgesamt 13 Kurven auf der Berg- und Tal-Bahn sorgen für ein gehöriges Schräglagenspektakel.

#6 Stefan BRADL (Aprilia Racing Team Gresini, Aprilia) – WM-Position 12 (37 Punkte):

“Das Heimrennen auf dem Sachsenring ist natürlich immer etwas ganz Besonderes. Viele meine Fans und Freunde kommen, um mich zu unterstützen. Abgesehen davon, dass der Sachsenring nicht wirklich zu meinen Favoriten zählt, ist die Aufregung und Anspannung beim Heimrennen dennoch jedes Mal ungleich mehr. Vor allem dieses Jahr, da ich 2015 verletzungsbedingt nicht fahren konnte und danach begann mein Abenteuer mit Aprilia. Ich hoffe, dass meine RS-GP zu den Eigenschaften der Strecke gut passt. Ein gutes Ergebnis innerhalb unserer Möglichkeiten, alle Eventualitäten mit eingerechnet, würde insbesondere mich sehr freuen. Noch dazu vor Heimpublikum, das wäre schon was.”

MotoGP™ Zeitplan beim Motorrad GP Deutschland (CET):
Freitag, 15. Juli: 09:55 – 10:40 FP1
Freitag, 15. Juli: 14:05 – 14:50 FP2
Samstag, 16. Juli: 09:55 – 10:40 FP3
Samstag, 16. Juli 13:30 – 14:00 FP4
Samstag, 16. Juli 14:10 – 14:25 QP1
Samstag, 16. Juli 14.35 – 14:50 QP2
Sonntag, 17. Juli: 09:40 – 10:00 Warm Up
Sonntag, 17. Juli 14:00 Rennen (30 Runden – 110,1 km)

Daten Sachsenring:
Erstmals Schauplatz des Motorrad GP Deutschland: 1998
Streckenlänge: 3.671 Meter
Streckenbreite: 12 Meter
Längste Gerade: 700 Meter
Linkskurven: 10
Rechtskurven: 3
Beste MotoGP™ Pole-Position: 1´20.336 (2015)
MotoGP™ Rundenrekord: 1´21.530 (2015)
Stefan Bradl‘s Resultate 2015: Startplatz – / -

MotoGP™ WM-Stand 2016:
1 #93 Marc MARQUEZ / SPA / Repsol Honda Team / Honda / 145
2 #99 Jorge LORENZO / SPA / Movistar Yamaha MotoGP / Yamaha / 121
3 #46 Valentino ROSSI / ITA / Movistar Yamaha MotoGP / Yamaha / 103
12 #6 Stefan BRADL / GER / Aprilia Racing Team Gresini / Aprilia / 37

TT Assen: RANG 8 TROTZ WIDRIGER UMSTÄNDE

Stefan Bradl zog sich im sonntägigen Regenrennen bei schwierigsten Verhältnissen beachtlich aus der Affäre.

Der Renntag beim achten Saisonrennen im niederländischen Assen begann mit viel Sonnenschein, aber relativ kühlen Temperaturen. Doch am frühen Nachmittag zog eine Wolkenfront auf. Es dauerte auch nicht lange, bis es zu regnen begann. Das MotoGP-Rennen wurde unter nassen Bedingungen gestartet. Zwischenzeitlich wurde der Regen weniger, bis kurz vor Halbzeit der Renndistanz der leichte Regen in sintflutartige Niederschläge überging. Die Rennleitung entschied umgehend aus Sicherheitsgründen das Rennen zu unterbrechen. Als der heftige Regenguss wieder nachliess, wurde die TT Assen der Premier Class MotoGP nach einer kurzen Pause neu gestartet. Die Distanz betrug zwölf Runden.

Für Stefan Bradl gestalteten sich die zwei Rennen an einem Tag recht unterschiedlich. Während der Aprilia-Werkspilot im ersten Teil gut mit den schwierigen Bedingungen gut zurecht kam und ein ansprechendes Tempo fahren konnte, musste er für den Re-Start auf das zweite Motorrad wechseln. Elektronikprobleme am Bike Nr. 1 erforderten diese Massnahme. Jedenfalls befand sich das zweite Motorrad abstimmungstechnisch auf einem unterschiedlichen Stand, sodass sich Bradl schwer tat ein Gefühl und einen Rhythmus zu finden.

#6 Stefan BRADL (Aprilia Racing Team Gresini, Aprilia) – 8. (WM-Position 12, 37 Punkte):

“Das erste Rennen war im Grossen und Ganzen ok. Ich konnte ein gutes Gefühl für die Reifen und die Bedingungen aufbauen können, ich war eigentlich recht flott unterwegs. Es war aber seitens der Race Direction die richtige Entscheidung, das Rennen zu unterbrechen. Während der Pause bis zum Re-Start trat allerdings ein elektronisches Problem auf. Wir konnten die Daten aus dem Motorrad nicht auslesen. Aus diesem Grund haben wir entschieden vorsichtshalber das zweite Motorrad zu verwenden. Bei diesem war aber die Geometrie anders, sowie auch das Elektronik-Setting nicht passte. Wegen dieser Umstände bin ich etwas verärgert, da ich nach dem Re-Start kein Gefühl mehr aufbauen konnte. Von dem her habe ich nur versucht über die Runden zu kommen und das Rennen zu Ende zu fahren. Es hat sich leider bestätigt, dass unser zweites Motorrad längst nicht auf dem Stand des anderen ist. Hinsichtlich der Abstimmung sind wir weit danebengelegen. Schade, dass ich die Performance von vorher nicht wiederholen konnte. Dennoch ist ein achter Platz nicht allzu schlecht. Wir haben in dieser Situation ein gutes Rennen nach Hause gebracht und wichtige Punkte mitgenommen. Das Wochenende insgesamt betrachtet war sehr schwierig. Wir hatten mit ungewöhnlich vielen Elektronikproblemen zu kämpfen. Darüber ärgere ich mich ein wenig und ich hoffe, dass wir diese bis zum Sachsenring in den Griff bekommen. Im Prinzip haben wir an diesem Wochenende einen Schritt zurück anstatt vorwärts gemacht.”

MotoGP™ TT Assen – Rennergebnis nach 12 Runden:
1 #43 Jack MILLER / AUS / Estrella Galicia 0,0 Marc VDS / Honda / 22´17.447
2 #93 Marc MARQUEZ / SPA / Repsol Honda Team / Honda / +1.991
3 #45 Scott REDDING / GBR / OCTO Pramac Yakhnich / Ducati / +5.906
8 #6 Stefan BRADL / GER / Aprilia Racing Team Gresini / Aprilia / +23.603

MotoGP™ WM-Stand:
1 #93 Marc MARQUEZ / SPA / Repsol Honda Team / Honda / 145
2 #99 Jorge LORENZO / SPA / Movistar Yamaha MotoGP / Yamaha / 121-
3 #46 Valentino ROSSI / ITA / Movistar Yamaha MotoGP / Yamaha / 103
12 #6 Stefan BRADL / GER / Aprilia Racing Team Gresini / Aprilia / 37

Nächstes Rennen: 17. Juli, Sachsenring, Hohenstein-Ernstthal / Deutschland

TT Assen: WETTER ERSCHWERT QUALIFYING

Stefan Bradl konnte einen Sturz in FP4 kurz vor dem Qualifying gut wegstecken.

Unbeständiges und wechselhaftes Wetter war mehr oder weniger der ständige Begleiter des zweiten Trainingstages bei der WM-Runde im Norden der Niederlande. Typische Wetterverhältnisse also für Assen. Während die Vormittagssession überwiegend bei trockenen Bedingungen abgewickelt wurde, sorgte ein kurzer Regenschauer nach Mittag zum Zeitpunkt des vierten Freien Trainings für die erste nasse Session an diesem Wochenende. Stefan Bradl war eines der vielen Opfer dieser Verhältnisse, als er in seiner Box einen Sturz über das Vorderrad vermelden musste. Die wenige Zeit bis zu QP1 reichte nicht, um seine Rennmaschine wieder startklar zu machen. Bradl musste daher dieses 15-minütige Zeittraining mit seinem Ersatzmotorrad fahren, bei dem allerdings die Abstimmung für abtrocknende Piste falsch ausgelegt war. der 26-jährige Aprilia-Pilot muss das achte Saisonrennen aus der sechsten Startreihe in Angriff nehmen.

In der langen Tradition der TT Assen werden die Rennen erstmals am Sonntag gefahren. Startzeit für das MotoGP-Rennen ist morgen Nachmittag um 14:00 Uhr mit einer Distanz über lange 26 Runden auf dem 4,5 Kilometer langen TT Circuit.

#6 Stefan BRADL (Aprilia Racing Team Gresini, Aprilia), Startplatz 18 – 1´49.685 (7/8):

“Das Wetter war heute wieder einmal typisch für Assen. Die Strecke war nicht vollkommen nass, aber eben feucht genug, sodass wir nicht mit Slicks rausfahren konnte. Doch auch mit den Regenreifen war das Gefühl nicht zum Besten bestellt. Leider hatte ich in FP4 auch einen Sturz übers Vorderrad. Das verschlechterte die Voraussetzungen für das Qualifying von vornherein, da ich diese Session mit dem zweiten Bike und einem anderen Setting bestreiten musste. Aber wir haben es in der kurzen Zeit geschafft uns zu verbessern. Wir erzielten Fortschritte, aber eben nicht genug, um morgen von weiter vorne zu starten.”

MotoGP™ Rangliste Qualifikationstraining:
1 #4 Andrea DOVIZIOSO / ITA / Ducati Team / Ducati / 1´45.246
2 #46 Valentino ROSSI / ITA / Movistar Yamaha MotoGP / Yamaha / 1´45.961 +0.715
3 #45 Scott REDDING / GBR / OCTO Pramac Yakhnich / Ducati / 1´46.312 +1.066
18 #6 Stefan BRADL / GER / Aprilia Racing Team Gresini / Aprilia / 1´49.892 +4.646

TT Assen: KLARE STEIGERUNG AM FREITAGNACHMITTAG

Stefan Bradl war mit der Ausbeute der ersten Freien Sessions in Assen nicht restlos zufrieden, nachdem einige Test mit der Elektronik wertvolle Trainingszeit raubten.

Das Wetter ist in Assen immer ein unbekannter Faktor. Heftige Regenschauer während der Nachtstunden von Donnerstag auf Freitag sorgten daher für alles andere als perfekte Streckenbedingungen zum Zeitpunkt des ersten Trainings, wenngleich die Piste bis dahin vollkommen abgetrocknet war. Aufgrund dieses Umstandes begannen Bradl und seine Crew des Aprilia Racing Team Gresini den Freitag mit Tests unterschiedlicher Elektronikeinstellungen, die vorerst keine Fortschritte bewirkten. Erst als man zur Basiskonfiguration zurückwechselte, was bis zum Nachmittag geschah, fühlte sich Bradl wieder wie gewohnt wohl mit seiner Werks-Aprilia RS-GP.

#6 Stefan BRADL (Aprilia Racing Team Gresini, Aprilia), FP1: P20 – 1´36.283 (16/16) / FP2: P17 – 1´35.056 (16/19):

“Heute Morgen haben wir eine andere Konfiguration der Elektronik hinsichtlich der Gasannahme probiert. Doch diese hat mir kein gutes Gefühl vermittelt. Daraufhin sind wir am Nachmittag wieder zur Standardeinstellung zurückgegangen. Das hat sich als richtig erwiesen, denn zumindest gegen Ende der Session konnte ich noch ein paar gute Runden hinlegen. Ich bin aber alles andere als 100 Prozent zufrieden mit unserer Steigerung. Es gibt noch viel Spielraum für weitere Verbesserungen. Andererseits bin ich auch nicht übermässig besorgt, weil die RS-GP in Bezug auf das Chassis gut funktioniert. Es fehlt lediglich ein Tick eines besseren Handlings in den schnellen Richtungswechsel, die für Assen so typisch sind. Aber ich bin zuversichtlich, dass uns diese Abstimmungsdetails bis morgen gelingen und wir schneller sein werden.”

MotoGP™ Kombinierte Zeitenliste FP1/FP2:
1 #29 Andrea IANNONE / ITA / Ducati Team / Ducati / 1´33.591 (FP2)
2 #46 Valentino ROSSI / ITA / Movistar Yamaha MotoGP / Yamaha / 1´33.595 +0.004 (FP2)
3 #93 Marc MARQUEZ / SPA / Repsol Honda Team / Honda / 1´33.724 +0.133 (FP2)
17 #6 Stefan BRADL / GER / Aprilia Racing Team Gresini / 1´35.056 +1.465 (FP2)

Stefan Bradl: “POTENTIAL DER APRILIA RS-GP AUSSCHÖPFEN”

Stefan Bradl geht nach einem aufschlussreichen Test und der anschliessenden längeren Pause mit einem guten Gefühl in den Grand Prix in Holland an diesem Wochenende.

Beim eintägigen offiziellen Test im Anschluss an den Barcelona-Grand-Prix vor knapp drei Wochen hatten Bradl und seine Crew im Aprilia Racing Team Gresini zwar überwiegend Reifentests durchzuführen, doch es war auch Zeit, um sich mit unterschiedlichen Settings zu beschäftigen. Diese Tests brachten sehr wertvolle Erkenntnisse. Für das Rennwochenende im Norden Hollands ist der 26-jährige Aprilia-Werksfahrer guten Mutes, aufgrund dieser Testergebnisse das Potenzial seiner Rennmaschine besser nutzen zu können.

Die TT Assen hat die längste Tradition im WM-Kalender. Seit Einführung der Motorradweltmeisterschaft im Jahr 1949 macht der Grand-Prix-Tross jedes Jahr Station in Assen. Trotz der langen Tradition gibt es dieses Mal eine Premiere. Zum ersten Mal werden die Rennen am Sonntag ausgetragen, nachdem in der Vergangenheit beim Grand Prix immer bereits am Samstag gefahren wurde.

#6 Stefan BRADL (Aprilia Racing Team Gresini, Aprilia) – WM-Position 13 (29 Punkte):

“Die etwas längere Pause hat im Allgemeinen sehr gutgetan. Der Test nach dem Rennen in Barcelona hat viele Aufschlüsse gebracht. Hauptsächlich mussten wir uns damals mit neuen Reifen von Michelin beschäftigen, sowie wir auch beim Setup eine komplett unterschiedliche Richtung probierten. Doch ob wir in Assen in dieser Richtung weiterarbeiten können, wird sich erst zeigen, da die Strecke in Holland sehr eigenartig ist. Die Erinnerungen an Assen vor einem Jahr sind weniger schön. Beim Sturz im Rennen habe ich mir das Kahnbein gebrochen. Doch das ist längst Geschichte und ich gehe dieses Mal mit einem anderen Gefühl in die TT Assen. Die Piste unterscheidet sich vollkommen zu denen, wo wir zuletzt fuhren. Mugello und Barcelona sind zwar auch überwiegend schnell und flüssig, doch in Assen braucht es eine komplett andere Abstimmung. Ich mag diese Strecke und ich freue mich auch, weil viele Fans aus Deutschland kommen. Hoffentlich spielt das Wetter halbwegs mit. Unser Ziel ist es, das Potenzial unserer RS-GP auszuschöpfen, so gut wir können.”

MotoGP™ Zeitplan bei der TT Assen (CET):
Freitag, 24. Juni: 09:55 – 10:40 FP1
Freitag, 24. Juni: 14:05 – 14:50 FP2
Samstag, 25. Juni: 09:55 – 10:40 FP3
Samstag, 25. Juni 13:30 – 14:00 FP4
Samstag, 25. Juni 14:10 – 14:25 QP1
Samstag, 25. Juni 14.35 – 14:50 QP2
Sonntag, 26. Juni: 09:40 – 10:00 Warm Up
Sonntag, 26. Juni 14:00 Rennen (26 Runden – 118,1 km)

Daten TT Circuit Assen:
Erstmals Schauplatz der TT Assen (vormals Dutch TT): seit 1949
Streckenlänge: 4.542 Meter
Streckenbreite: 14 Meter
Längste Gerade: 487 Meter
Linkskurven: 6
Rechtskurven: 12
Beste MotoGP™ Pole-Position: 1´32.627 (2015)
MotoGP™ Rundenrekord: 1´33.617 (2015)
Stefan Bradl‘s Resultate 2015: Startplatz 13 / DNF

MotoGP™ WM-Stand 2016:
1 #93 Marc MARQUEZ / SPA / Repsol Honda Team / Honda / 125
2 #99 Jorge LORENZO / SPA / Movistar Yamaha MotoGP / Yamaha / 115
3 #46 Valentino ROSSI / ITA / Movistar Yamaha MotoGP / Yamaha / 103
13 #6 Stefan BRADL / GER / Aprilia Racing Team Gresini / Aprilia / 29

GP Catalunya: SCHWIERIGES WOCHENENDE MIT VIER WM-PUNKTEN BEENDET

Stefan Bradl kam am Sonntag im siebten Saisonrennen aufgrund der Bedingungen nur mühsam auf Touren. Mit dem sechsten Punktefinish in Folge war er allerdings nicht restlos zufrieden.

Dank schönem Wetter waren die äusseren Bedingungen zum Zeitpunkt des Rennens zwar optimal, doch die Konstellation zwischen den Streckenverhältnissen auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya und den Reifen war für Bradl und seine Crew bei Aprilia Racing Team Gresini ein schier unüberwindbares Hindernis hinsichtlich einer passenden Abstimmung zu erarbeiten. Der 26-jährige Aprilia-Werkspilot berichtete nach dem Rennen von einem zu viel durchdrehenden Hinterrad, das seinen Speed über die anstrengende 25 Runden-Distanz deutlich beeinträchtigte.

#6 Stefan BRADL (Aprilia Racing Team Gresini, Aprilia) – 12. (WM-Position 13, 25 Punkte):

“Es war für jeden ein schwieriges Wochenende. Ich denke, man braucht nicht darüber zu reden warum. Nach dem schrecklichen Unfall mit Luis die Motivation und den Biss zu finden, war nicht einfach. In so einer Situation merkt man, wie schnell alles andere in den Hintergrund rückt. An dieser Stelle möchte ich Luis’ Familie und seinem Team meine tiefste Anteilnahme ausdrücken. Ich wünsche ihnen die Kraft, die sie in dieser schweren Zeit brauchen. Mein Rennen selbst heute war nichts Besonderes. Die Platzierung geht in Ordnung und es waren wie immer wichtige Punkte. Wir hatten aber mit zu viel Wheel Spinning sowie überhaupt mit massiven Grip-Problemen zu kämpfen. Der Teamkollege hat es heute deutlich besser gemacht. Es ärgert mich ein bisschen, dass er um so viel besser war als ich. Wir müssen uns nun alles genau anschauen und überlegen, was da heute den Unterschied ausgemacht hat. Jedenfalls haben Kleinigkeiten einen grossen Unterschied bewirkt. Zudem hatte Alvaro eine bessere Pace über die gesamte Distanz hinweggesehen. Wir müssen uns jetzt umso mehr ins Zeug legen, dass so etwas nicht mehr vorkommt. Es ist schwierig vorherzusehen, ob der morgige Test diesbezüglich hilfreich sein wird. Die Grip-Verhältnisse werden kaum anders sein und zudem kann man aufgrund der rapide abbauenden Reifen nur schwer Veränderungen spüren, die am Motorrad vorgenommen wurden. In jedem Fall wird aber jede gefahrene Runde zählen, um mit unseren Projekt weiterzukommen. Ich denke, die zwei Wochen bis Assen werden auch jedem guttun, um dieses Wochenende zu verkraften und etwas Abstand zu gewinnen und dann wieder voll bei der Sache zu sein.”

MotoGP™ Gran Premi de Catalunya – Rennergebnis:
1 #46 Valentino ROSSI / ITA / Movistar Yamaha MotoGP / Yamaha / 44´37.589
2 #93 Marc MARQUEZ / SPA / Repsol Honda Team / Honda / +2.652
3 #26 Dani PEDROSA / SPA / Repsol Honda Team / Honda / +6.313
12 #6 Stefan BRADL / GER / Aprilia Racing Team Gresini / Aprilia / +55.133

MotoGP™ WM-Stand:
1 #93 Marc MARQUEZ / SPA / Repsol Honda Team / Honda / 125
2 #99 Jorge LORENZO / SPA / Movistar Yamaha MotoGP / Yamaha / 115
3 #46 Valentino ROSSI / ITA / Movistar Yamaha MotoGP / Yamaha / 103
13 #6 Stefan BRADL / GER / Aprilia Racing Team Gresini / Aprilia / 29

Nächstes Rennen: 26. Juni, TT Circuit, Assen / Holland