#GermanWorldSBK: DREI HART ERKÄMPFTE PUNKTE BEIM HEIMSPIEL

Stefan Bradl konnte am Sonntag ein schwieriges Wochenende mit drei Punkten im Gepäck abschliessen.

Stefan Bradl ging bei weitem nicht 100 Prozent fit in das zweite Rennen auf dem Lausitzring. Doch zumindest hatte sich die Situation seit letzter Nacht deutlich gebessert. Der 27-jährige deutsche Superbike-Rookie wollte ausserdem die vielen heimischen Fans nicht weiter enttäuschen. Bradl biss also die Zähne zusammen und fuhr die anstrengende Distanz über 21 Runden tapfer zu Ende. Vom Start weg war der Honda-Pilot in Positionskämpfe verwickelt und zeigte trotz seines Handicaps viel Einsatz.

Die nächste Station der FIM Superbike World Championship ist in vier Wochen die Rennstrecke von Portimao an der Algarve-Küste Portugals.

#6 Stefan BRADL (Red Bull Honda World Superbike Team, Honda CBR1000RR SP2), 13. – WM-Position 14 (67 Punkte):

“Ich bin froh, dass ich heute überhaupt fahren konnte. Die Schmerzen im linken Arm waren ertragbar und ich war zumindest in der Lage, das Rennen zu Ende zu fahren. Trotzdem bin ich weit davon entfernt, 100 Prozent fit zu sein. Die Platzierung entspricht natürlich nicht den Erwartungen. Schon gar nicht, nachdem ich eigentlich mit einem guten Gefühl in das Wochenende gestartet bin. Auf der anderen Seite hat sich in der langen Sommerpause auf technischer Seite kaum etwas verändert. Es ist im Prinzip immer noch der gleiche Stand. Wir sind nicht konkurrenzfähig genug, um in dieser Meisterschaft etwas zu erreichen.”

“Hinzu kommt auch der Zustand dieser Strecke mit den vielen Bodenwellen. Für den Lausitzring braucht es daher eine sehr fein abgestimmte Elektronik. Doch das ist nach wie vor unsere grösste Schwachstelle. Ich musste hart kämpfen, um heute überhaupt Punkte zu holen. Ich fuhr die gesamte Distanz in einer Gruppe, konnte aber nie richtig attackieren. Ich konnte zwar einige Mal überholen, doch ich musste dabei sehr, sehr viel riskieren. Das wäre über die Renndistanz nicht gut gegangen und in meiner momentanen Verfassung konnte ich es mir einfach nicht erlauben, ein weiteres Mal zu stürzen. Wir waren hinsichtlich der Pace einfach zu langsam. Diese Tatsache schmerzt eigentlich mehr als mein Arm. Ich bin daher mit der Gesamtsituation überhaupt nicht zufrieden.”

#GermanWorldSBK – Ergebnis Rennen 2 (21 Runden):
1 Chaz DAVIES / GBR / Aruba.it Racing – Ducati / Ducati Panigale R / 34´05.220
2 Jonathan REA / GBR / Kawasaki Racing Team / Kawasaki ZX-10R / +2.290
3 Marco MELANDRI / ITA / Aruba.it Racing – Ducati / Ducait Panigale R / +4.388
13 #6 Stefan BRADL / GER / Red Bull Honda World Superbike Team / Honda CBR1000RR SP2 / +36.772

WorldSBK Stand:
1 Jonathan REA / GBR / Kawasaki Racing Team / 381
2 Tom SYKES / GBR / Kawasaki Racing Team / 311
3 Chaz DAVIES / GBR / Aruba.it Racing – Ducati / Ducati Panigale R / 276
14 #6 Stefan BRADL / GER / Red Bull Honda World Superbike Team / 67

Nächstes Rennen: 16./17. September, Portimao / Portugal

#GermanWorldSBK: STEFAN BRADL MUSS AUF DAS ERSTE RENNEN IN DER LAUSITZ VERZICHTEN

Der Honda-Pilot versuchte vergebens sich auf das Samstagrennen bei seinem Heimspiel vorzubereiten.

Die Nachwirkungen des Sturzes am Freitag zur Halbzeit des zweiten Trainings behinderten Stefan Bradl zu stark. Der 27-jährige Bayer musste daher seinen Start am ersten Rennen des Wochenendes absagen. Zuvor fuhr Bradl angesichts der Umstände allerdings noch ein starkes Qualifying. In der ersten Superpole-Session qualifizierte er sich für den 15. Startplatz. Bradl hofft nun, dass die Schmerzen bis zum Sonntag abklingen und er somit am zweiten Rennen teilnehmen kann.

Das zweite Rennen auf dem EuroSpeedway Lausitz wird am Sonntag ebenfalls um 13:00 Uhr MESZ gestartet. Der österreichische Sender ServusTV beginnt mit seiner Live-Berichterstattung bereits eine halbe Stunde früher.

#6 Stefan BRADL (Red Bull Honda World Superbike Team, Honda CBR1000RR SP2), NS – WM-Position 14 (64 Punkte):

“Wenn man nicht fahren kann, ist die Enttäuschung natürlich gross. Vor allem, wenn es beim Heimrennen ist. Es hätte aber keinen Sinn gemacht irgendetwas zu riskieren. Daher bin ich in FP3 auch nur wenige Runden gefahren. In der Superpole habe ich trotzdem alles gegeben, um zumindest einen halbwegs ordentlichen Startplatz herauszufahren. Doch danach waren alle Reserven aufgebraucht. Ausserdem wurden die Schmerzen wegen der Belastungen wieder deutlich stärker. Ich werde mich nun im Medical Center nochmals behandeln lassen und bis morgen ausruhen. Vor dem Warm Up wird dann entschieden, ob ich es morgen nochmals probieren werde. Es ist wirklich zu dumm, dass dies passieren musste. Es tut mir auch für die Fans sehr leid.”

#GermanWorldSBK – Ergebnis Rennen 1 (25 Runden):
1 Chaz DAVIES / GBR / Aruba.it Racing – Ducati / Ducati Panigale R / 34´08.073
2 Jonathan REA / GBR / Kawasaki Racing Team / Kawasaki ZX-10R / +1.834
3 Tom SYKES / GBR / Kawasaki Racing Team / Kawasaki ZX-10R / +3.250
NS #6 Stefan BRADL / GER / Red Bull Honda World Superbike Team / Honda CBR1000RR SP2

WorldSBK Stand:
1 Jonathan REA / GBR / Kawasaki Racing Team / 361
2 Tom SYKES / GBR / Kawasaki Racing Team / 298
3 Chaz DAVIES / GBR / Aruba.it Racing – Ducati / Ducati Panigale R / 251
14 #6 Stefan BRADL / GER / Red Bull Honda World Superbike Team / 64

#GermanWorldSBK: TRAININGSSTURZ ZUM GLÜCK RELATIV GLIMPFLICH ÜBERSTANDEN

Es war ein hektischer Auftakt in das Heimrennen für Stefan Bradl; wegen einer Ellbogenverletzung steht hinter seiner weiteren Teilnahme an diesem Wochenende noch ein Fragezeichen.

Das neunte Meisterschaftsmeeting, das erste nach der langen Sommerpause, begann bei schönem Sommerwetter. Doch am Mittag zog eine Gewitterfront auf. Abgesehen davon begann für Stefan Bradl sein Heimspiel sehr erfreulich. Als Elftschnellster des ersten Trainings übertraf er im Prinzip seine eigenen Erwartungen, zumal der Lausitzring mit dem Honda Superbike Neuland für ihn ist. Für die zweite Session am Nachmittag waren Bradl und seine Crew guter Dinge, diesen Trend fortsetzen zu können. Doch kurz vor Halbzeit des Trainings kam der Bayer auf einer Ölspur zu Sturz. Bradl schlug dabei heftig mit dem linken Ellbogen auf dem Asphalt auf.

Beide Rennen des Wochenendes werden wie üblich live vom österreichischen Sender ServusTV übertragen. Das Programm, das übrigens im gesamtdeutschsprachigen Raum im Free-TV zu empfangen ist, beginnt am Samstag und Sonntag jeweils eine halbe Stunde vor Rennstart mit einer ausführlichen Berichterstattung.

#6 Stefan BRADL (Red Bull Honda World Superbike Team, Honda CBR1000RR SP2), FP1: P11 – 1´38.794 / FP2: P16 – 1´39.884:

“Unglücklicher hätte der Start in das Wochenende nicht enden können. Nach der langen Pause habe ich mich auf Anhieb sehr wohl mit dem Motorrad gefühlt. Das kam eigentlich ein bisschen überraschend, wenn man bedenkt, dass diese Strecke praktisch Neuland für mich ist. FP1 verlief daher sehr erfreulich, unsere Pace war gut und das Gleiche galt auch dem Gefühl für meine Fireblade. Wir waren gut vorbereitet, um in der zweiten Session weitere Fortschritte zu machen. Es wurden noch ein paar Änderungen am Motorrad gemacht und wir gingen zunächst mit gebrauchten Reifen in die Session. Doch wenig später zogen wir neue Reifen auf, da es vorsehbar war, dass es bald zu regnen beginnen würde. Ich war auf einer schnellen Runden und hatte ein gutes Gefühl, jedoch bin ich auf einer Ölspur ausgerutscht. Lowes’ Bike hatte zuvor einen Motorschaden. Der Sturz passierte ohne Vorwarnung, es wurden auch keine gelben Flaggen oder Signale für Öl auf der Piste gezeigt. Es war ein ziemlich wilder Abflug, bei dem ich mit dem linken Ellbogen heftigen aufgeschlagen bin. Die Folge ist eine Prellung am Gelenk, weshalb meine Beweglichkeit eingeschränkt ist. Zum Glück ist nichts gebrochen, doch wir müssen abwarten, wie sich die Situation über Nacht entwickelt. Es ist sehr ärgerlich, weil ich habe mich sehr stark gefühlt und ausserdem ist es mein Heimrennen. Ich hoffe sehr, dass ich morgen fahren kann.”

#GermanWorldSBK – Kombinierte Zeitenliste FP1/FP2:
1 Tom SYKES / GBR / Kawasaki Racing Team / Kawasaki ZX-10R / 1´37.712 (FP2)
2 Jonathan REA / GBR / Kawasaki Racing Team / Kawasaki ZX-10R / 1´37.504 +0.332 (FP1)
3 Chaz DAVIES / GBR / Aruba.it Racing – Ducati / Ducati Panigale R / 1´37.526 +0.354 (FP1)
12 #6 Stefan BRADL / GER / Red Bull Honda World Superbike Team / 1´38.794 +1.622 (FP1)

#GermanWorldSBK: “EIN HEIMRENNEN MOTIVIERT IMMER ZUSÄTZLICH”

Der 27-jährige Superbike-Pilot kommt zum ersten Mal mit einem schweren Motorrad zur 4,6 Kilometer langen Rennstrecke in Brandenburg.

Die FIM Superbike World Championship wird an diesem Wochenende mit dem Meisterschaftsmeeting auf dem EuroSpeedway Lausitzring fortgesetzt. Für Stefan Bradl ist es also sein Heimspiel. Der Honda-Pilot kennt die Strecke aus seiner Zeit in der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft. Damals fuhr er allerdings noch in der 125ccm Klasse. Streckenkenntnisse sind also vorhanden, trotzdem kommt Bradl mit einem Nachteil gegenüber der Konkurrenz nach Brandenburg. Aus terminlichen Gründen verpasste er einen offiziellen Test in der Sommerpause auf dem Lausitzring.

Der Kalender der FIM Superbike World Championship umfasst 13 Veranstaltungen mit je einem Rennen am Samstag und Sonntag. Die Rennmaschinen basieren auf seriennahen 1000 ccm Production Superbikes. Alle Rennen der Serie werden live auf dem österreichischen Sender ServusTV übertragen. Die Übertragungen sind im gesamtdeutschsprachigen Raum im Free-TV zu empfangen.

#6 Stefan BRADL (Red Bull Honda World Superbike Team, Honda CBR1000RR SP2):

“Nach der langen Sommerpause bin ich froh, dass es wieder losgeht. Es war schade, dass ich in Suzuka nicht fahren konnte. Ich freue mich jetzt aber auf mein Heimrennen auf dem Lausitzring. Ein Heimrennen gibt jeden Fahrer immer zusätzliche Motivation. Aus meiner Sicht wird es auch interessant, wie ich mit dem Lausitzring zurechtkommen werde. Ich kann nicht wirklich behaupten, die Strecke gut zu kennen: ich bin zwar hier schon zwei oder drei Mal gefahren. Das ist allerdings mittlerweile zwölf Jahre her. Daher bin ich gespannt, wie diese Piste mit einem grossen Bike zu fahren ist. Hoffentlich kann ich mich schnell an den Lausitzring gewöhnen, da die Top-Teams und Fahrer im Sommer einen Test hier hatten. So gesehen gehen sie mit einem Vorsprung in das Wochenende. Es gibt also eine Menge Arbeit aufzuholen, trotzdem hoffe ich, dass wir ein gutes Wochenende haben werden.”

EuroSpeedway Lausitzring – Streckeninformationen:
Länge: 4.265 Meter
Kurven: 14 (8 Links / 6 Rechts)
Website: www.lausitzring.de
WorldSBK Beste Superpole: 1´37.883 (2016)
WorldSBK Rundenrekord: 1´37.357 (2016)

Zeitplan (MESZ):
Freitag, 18. August: 09:45 – 10:45 FP1
Freitag, 18. August: 14:30 – 15:30 FP2
Samstag, 19. August: 08:45 – 09:10 FP3
Samstag, 19. August: 10:30 – 10:45 SP1
Samstag, 19. August: 10:45 – 11:10 SP2
Samstag, 19. August: 13:00 Rennen 1 (21 Runden – 89,565 km)
Sonntag, 20. August: 09:30 – 09:45 Warm Up
Sonntag, 20. August: 13:00 Rennen 2 (21 Runden – 89,656 km)

WorldSBK WM-Stand 2017:
1 Jonathan REA / GBR / Kawasaki / 341
2 Tom SYKES / GBR / Kawasaki / 282
3 Chaz DAVIES / GBR / Ducati / 226
4 Marco MELANDRI / ITA / Ducati / 189
5 Alex LOWES / GBR / Yamaha / 148
6 Xavi FORES / SPA / Ducati / 132
7 Michael van der MARK / NED / Yamaha / 129
8 Leon CAMIER / GBR / MV Agusta / 99
9 Jordi TORRES / SPA / BMW / 94
10 Eugene LAVERTY / IRL / Aprilia / 89
11 Román RAMOS / SPA / Kawasaki / 73
12 Leandro MERCADO / ARG / Aprilia / 66
13 #6 Stefan BRADL / GER / Honda / 64
14 Lorenzo SAVADORI / ITA / Aprilia / 63
15 Randy KRUMMENACHER / SWI / Kawasaki / 46

#2017Suzuka8hours: KURZFRISTIGE ABSAGE BEIM LANGSTRECKENKLASSIKER IN JAPAN

Der 27-jährige Honda-Pilot konnte wegen einer Mittelohrentzündung den Flug nach Japan zum «Suzuka 8hours» nicht antreten.

Eigentlich hätte Stefan Bradl am gestrigen Dienstag nach Japan fliegen sollen. Doch nachdem er sich seit Montag krank fühlte, suchte der Honda-Pilot am Dienstagmorgen ein Krankenhaus auf. Die behandelnden Ärzte diagnostizierten eine Mittelohrentzündung. Bradl war für dieses Wochenende neben Dominique Aegerter und Randy de Puniet als dritter Fahrer im werksunterstützten F.C.C. TSR Honda Team beim prestigeträchtigen Langstreckenklassiker vorgesehen. Den letzten Test vor zwei Wochen schloss das Trio mit der viertschnellsten Rundenzeit ab und rechnete sich erstklassige Podiumschancen aus.

Stefan BRADL:

“Ich bin sehr enttäuscht, das Acht-Stunden-Rennen von Suzuka an diesem Wochenende zu verpassen. Ich habe mich eigentlich seit dem ersten Gespräch über dieses Projekt darauf gefreut. Leider hatte eine Mittelohrentzündung zu einer Schädigung des Innenohrs und des Trommelfells geführt. Die Ärzte rieten mir daher, um keine weiteren Komplikationen befürchten zu müssen, nicht nach Japan zu fliegen. Ich fühlte mich bei den Tests vor zwei Wochen und in diesem Team sehr wohl und war begeistert, erstmals bei diesem berühmten Rennen an den Start zu gehen. Es tut mir leid und mir bleibt nichts anderes übrig, als den Jungs bei TSR und Honda viel Glück für dieses Wochenende zu wünschen. Ich werde mit Ihnen zu Hause mitfiebern und zujubeln.”

#2017Suzuka8hours: “BIN GUT VORBEREITET FÜR MEIN ERSTES LANGSTRECKENRENNEN”

Der 27-jährige Superbike-WM-Pilot hat anlässlich eines offiziellen Tests für den Langstreckenklassiker in Suzuka Ende dieses Monats viele positive Eindrücke gesammelt.

Stefan Bradl ist nach dem letzten WM-Meeting am vergangenen Wochenende sofort von Kalifornien nach Japan weitergereist, wo auf dem Suzuka Circuit von Dienstag bis Donnerstag ein letzter dreitägiger Test für die diesjährige Auflage des «Suzuka 8hours» anberaumt war. Bradl war allerdings wegen der knappen Anreise nur die letzten zwei Tage mit seinem F.C.C. TSR Honda Team im Einsatz. In der kurzen Zeit meisterte der Honda-Pilot aber viele unbekannte Dinge, wie zum Beispiel fehlende Streckenkenntnisse, die Umstellung von Pirelli-Reifen auf Bridgestone, etc. bravurös. Darüber hinaus hat Bradl’s Honda CBR1000RR Fireblade SP2, wie er sie in der Superbike-WM einsetzt, und der Fireblade für die «Suzuka 8hours» nicht viel gemeinsam. Doch mit Abschluss des Tests fühlt sich der Deutsche gut gerüstet, um sich am letzten Juli-Wochenende anständig aus der Affäre zu ziehen. Bradl wird übrigens mit dem Schweizer Dominique Aegerter und dem Franzosen Randy de Puniet als Teamkollegen an den Start gehen.

Die «Suzuka 8hours» ist seit Jahren ein Fixtermin der FIM Endurance World Championship (Langstrecken-WM). Mit dem Austragungsort auf dem Suzuka Circuit, also unmittelbar vor der Haustüre aller namhaften japanischen Werke, kommt dieser Veranstaltung eine ganz besondere Bedeutung zu. In diesem Jahr feiert dieser Klassiker des Zweiradrennsports zudem sein 40-jähriges Jubiläum.

Stefan BRADL:

“Aus meiner Sicht waren es zwei sehr interessante Testtage in Suzuka, auch wenn mit Hinreise direkt aus Kalifornien und einer hastigen Rückreise alles ziemlich stressig war. Es war gleichzeitig auch eine tolle Erfahrung für mich, den Suzuka Circuit erstmalig kennengelernt zu haben. Insgesamt betrachtet bin ich mit meiner Performance zufrieden. Gegen Ende des zweiten Tages haben wir Veränderungen am Motorrad vorgenommen, die es mir erlaubten, deutlich schnellere Rundenzeiten zu fahren. Ich muss aber auch ehrlich sagen, dass es eine gewisse Zeit brauchte, um mich einerseits mit der mir unbekannten Strecke anzufreunden und andererseits mit den vielen Fahrern auf der Piste zurechtzukommen. Hinzu kam auch die Umstellung auf anderes Reifenmaterial, als wir in der Superbike-WM verwenden, sowie sich auch das Motorrad selbst sehr deutlich von meiner Fireblade unterscheidet. Von dem her waren die zwei Tage mit sehr viel Arbeit ausgefüllt. Die Bedingungen waren sehr heiss, was die Sache zudem enorm anstrengend machte. Doch am Schluss war das Ergebnis sehr positiv und ich denke, dass ich für mein erstes Achtstundenrennen gut vorbereitet bin.”

#2017Suzuka8hours: STEFAN BRADL STARTET BEIM LANGSTRECKENKLASSIKER

Anstatt nach dem letzten Rennen vor der Sommerpause am vergangenen Wochenende in Laguna Seca in die Ferien zu gehen, unternimmt der 27-Jährige Deutsche eine Weltreise und flog sofort von Kalifornien nach Japan weiter.

Mit diesem prestigeträchtigen Achtstundenrennen auf dem Suzuka Circuit wartet auf Stefan Bradl eine vollkommen neue Herausforderung. Bradl wird zusammen mit Dominique Aegerter und Randy de Puniet im werksunterstützten F.C.C. TSR Honda Team eine Honda Fireblade CBR1000RR SP2 fahren. Der 26-jährige Schweizer Aegerter war bereits viermal in Suzuka am Start und stand auch schon zweimal auf dem Podium. 2014 war er mit dem gleichen Team sogar Zweiter. Aegerter wird daher eine wertvolle Unterstützung für Bradl sein, der bis dato weder Langstreckenerfahrungen noch Streckenkenntnisse vom anspruchsvollen Suzuka Circuit hat. Bei einem Test in dieser Woche wird sich Bradl auf jeden Fall schon einen ersten Vorgeschmack von dem holen, was ihn am traditionellen Termin der Achtstunden von Suzuka am letzten Juli-Wochenende erwartet.

Die «Suzuka 8hours» ist seit Jahren ein Fixtermin der FIM Endurance World Championship (Langstrecken-WM). Mit dem Austragungsort auf dem Suzuka Circuit, also unmittelbar vor der Haustüre aller namhaften japanischen Werke, kommt dieser Veranstaltung eine ganz besondere Bedeutung zu. In diesem Jahr feiert dieser Klassiker des Zweiradrennsports zudem sein 40-jähriges Jubiläum.

Stefan BRADL:

“Ich bin schon gespannt, was in Suzuka auf mich zukommt. Bis jetzt habe ich noch nicht viele Informationen bekommen und auch nicht viel über diesen Event im Allgemeinen erfahren. Zum Glück ist mit Dominique (Aegerter) ein erfahrener Fahrer in unserem Team, der schon mehrmals bei diesem Event dabei war. Ein dreitägiger Test in dieser Woche wird die Basis für eine gute Vorbereitung sein. Das Team wird an allen drei Tagen von Dienstag bis Donnerstag testen, während ich nur an den letzten zwei Tagen dabei sein werde, da ich erst am Dienstagabend in Suzuka ankomme. Auf jeden Fall ist es eine komplett neue Erfahrung für mich, da ich auch die Rennstrecke nicht kenne. Von dem her bin ich schon sehr neugierig. Ich denke, die Herangehensweise für so einen Event unterscheidet sich grundsätzlich zu den Rennen, wie ich es gewohnt bin. Doch vorerst will ich nicht weiter spekulieren, sondern lasse das Ganze auf mich zukommen. Der Test wird sicher sehr aufschlussreich sein.”

#USWorldSBK: “SONNTAGSRENNEN WAR BESSER ALS ES AUF DEM PAPIER AUSSCHAUT”

Der 27-jährige Superbike-Pilot war mit seiner Leistung im zweiten Lauf auf dem Laguna Seca Raceway ungleich mehr zufrieden.

Im Vergleich zu den Vortagen waren die Temperaturen am Sonntagnachmittag nicht ganz so heiss. Diese Tatsache wirkte sich auf positiv auf die Streckenverhältnisse aus, was wiederum durch eine schnellere Pace des gesamten Starterfeldes bestätigt wurde. Im Gegensatz zum Samstag startete Stefan Bradl ausserdem viel aggressiver in das 16. Saisonrennen. Der Honda-Pilot holte bereits in Auftaktrunde zwei Positionen auf, bevor er sich ständig weiter nach vorne arbeitete und später über weite Strecken der 25 Runden-Distanz den Werks-Yamahas von Alex Lowes und Michael van der Mark ebenbürtig war.

Die FIM Superbike World Championship geht nun in eine sechswöchige Sommerpause. Das nächste Meisterschaftsmeeting auf dem Lausitzring ist gleichzeitig Stefan Bradl’s Heimrennen. Für den Honda-Fahrer beginnen die Ferien allerdings erst Anfang August. Zuvor steht noch das prestigeträchtige Langstreckenrennen in Suzuka in seinem Terminkalender.

#6 Stefan BRADL (Red Bull Honda World Superbike Team, Honda CBR1000RR SP2), 11. – WM-Position 13 (64 Punkte):

“Das heutige Rennen war definitiv besser, als es auf dem Papier ausschaut. Ich bin zwar wieder nur als Elfter ins Ziel gekommen, doch ich war in der Lage mehr zu geben und mehr kämpfen zu können, ich konnte aus eigener Kraft überholen. Zudem war der Rückstand auf die Siegerzeit geringer. Das Rennen war überhaupt einen Tick schneller heute, was auch für mich gilt, da die Grip-Verhältnisse etwas besser waren. Erfreulich war ausserdem, dass wir uns gegenüber gestern leicht verbessern konnten. Ich hatte mehr Vertrauen für das Vorderrad und konnte daher die gestrigen Probleme während Anfangsphase gut kompensieren.”

“Am meisten freut mich aber, dass ich lange an den zwei Yamahas dranbleiben und manchmal sogar mit ihnen richtig fighten konnte. So ein Erfolgserlebnis, wenn wir über fast die gesamte Distanz mit einer anderen Werksmaschine auf Augenhöhe waren, kam zum richtigen Zeitpunkt. Es ist aber immer schwierig, wenn man von Startplatz 17 ins Rennen gehen muss. Die Aussichten auf ein besseres Abschneiden sind daher von vornherein geschmälert. Trotzdem gibt es genügend positive Aspekte von diesem Rennen mitzunehmen. Das Wochenende insgesamt betrachtet, war es einfach schade, dass wir am Freitag so viele Problem hatten und darüber hinaus drei verschiedene Motoren verwenden mussten. Letzteres hat uns weit zurückgeworfen. Doch wir haben hart weitergearbeitet und am Samstag wieder auf die Spur zurückgefunden. Am Ende bin ich nicht unzufrieden, wie das Wochenende schliesslich noch gelaufen ist.”

“Nach den gestrigen Erkenntnissen haben wir für heute noch ein paar Veränderungen vorgenommen, die sich überwiegend positiv ausgewirkt haben. Doch nach wie vor kämpfen wir mit dem gleichen Problem, dass wir in maximaler Schräglage auf der Reifenflanke keinen Grip haben. Die Elektronik arbeitet in diesem Bereich nicht feinfühlig genug und in weiterer Folge verlieren wir im Kurvenausgang Zeit. Über weite Teile des Rennens gelang es mir dieses Manko mit härteren Pushen der Front wettzumachen. Als mir dabei aber mehrere Fehler unterliefen, musste ich etwas Gas rausnehmen. Ab diesem Zeitpunkt versuchte ich meinen Vorsprung auf die hinteren Fahrer zu kontrollieren.”

#USWorldSBK – Ergebnis Rennen 2 (25 Runden):
1 Jonathan REA / GBR / Kawasaki Racing Team / Kawasaki ZX-10R / 35´03.414
2 Tom SYKES / GBR / Kawasaki Racing Team / Kawasaki ZX-10R / +2.887
3 Chaz DAVIES / GBR / Aruba.it Racing – Ducati / Ducati Panigale R / +4.847
11 #6 Stefan BRADL / GER / Red Bull Honda World Superbike Team / Honda CBR1000RR SP2 / +36.756

WorldSBK Stand:
1 Jonathan REA / GBR / Kawasaki Racing Team / 341
2 Tom SYKES / GBR / Kawasaki Racing Team / 282
3 Chaz DAVIES / GBR / Aruba.it Racing – Ducati / Ducati Panigale R / 226
13 #6 Stefan BRADL / GER / Red Bull Honda World Superbike Team / 64

#USWorldSBK: “HATTE ENDLICH WIEDER SPASS BEIM FAHREN”

Der 27-jährige deutsche Honda-Pilot fuhr am Samstagnachmittag ab Halbzeit der Distanz ein kampfbetontes Rennen auf dem Laguna Seca Raceway in Kalifornien.

Nach einem heissen Trainingsauftakt am gestrigen Freitag fand auch das 15. Saisonrennen unter enormer Hitze statt. Für Stefan Bradl und seine Crew des Red Bull Honda World Superbike Team begann der Samstag bei der US Runde mit einer erfreulichen Tatsache. Ein brandneuer Motor brachte die erhofften Besserungen, auch wenn die Superpole nicht optimal verlief. Bradl, der als 17. in das erste Rennen des Wochenendes startete, erlebte dann noch dazu einen recht turbulenten Auftakt und nach einer verhaltenen Anfangsphase kam der Bayer doch noch richtig in Schwung.

Das zweite Rennen auf dem Laguna Seca Raceway wird am Sonntag ebenfalls um 23:00 Uhr MESZ gestartet. Der österreichische Sender ServusTV beginnt mit seiner Live-Berichterstattung bereits eine halbe Stunde früher.

#6 Stefan BRADL (Red Bull Honda World Superbike Team, Honda CBR1000RR SP2), 11. – WM-Position 12 (59 Punkte):

“Obwohl ich am Start schlecht wegkam, bin ich mit dem heutigen Rennen wirklich zufrieden. Ab Halbzeit hatte ich seit langem wieder Spass beim Fahren. Das Ergebnis ist zwar nichts Grossartiges, aber ich freue mich, dass ich bis in der Schlussphase und bis zur Ziellinie attackieren konnte. In der letzten Runde konnte ich auch noch eine Position gutmachen. Ausserdem hat sich der neuerliche Motorwechsel bezahlt gemacht. Der Motor von gestern Nachmittag war von der Konfiguration her unfahrbar. Mit dem neuen verplombten Motor hatte ich von Beginn an ein besseres Gefühl.”

“Trotzdem brauchte es eine Weile, bis wir damit ein brauchbares Basis-Setting hinsichtlich der Elektronik ausgetüftelt hatten. In dieser Hinsicht, aber vor allem betreffend die Reifenwahl haben wir uns für die Superpole leider ein bisschen verspekuliert. Wir haben uns für die härtere Mischung entschieden, die mir allerdings kein gutes Gefühl vermittelte. Darüber hinaus tue ich mir enorm schwer, das Potenzial eines neuen Reifens optimal zu nutzen. Das war in der Superpole erneut unser Handicap, sowie auch in der Anfangsphase des Rennens. Das kostet natürlich jedes Mal viele Positionen, währen die Konkurrenz den Reifen in maximaler Schräglage bzw. im Kurvenausgang mit mehr Grip besser beschleunigen kann. Zunächst bin ich aber schlecht gestartet, weil ich nach der Warm-Up-Runde den neutralen Gang nicht einlegen konnte. Bis zum Start ist daher die Kupplung etwas heiss geworden. Angesichts dieser Umstände hat der Start trotzdem noch einigermassen funktioniert. Bis zur ersten Kurve war es aber unmöglich, Positionen aufzuholen und dann bin ich auch noch ein wenig eingezwickt worden.”

“Während der ersten Rennhälfte bin ich anstatt zu attackieren, nur mitgefahren. Der Hinterreifen gab nichts her, was ich zu meinem Vorteil nutzen hätte können. Erst als bei meinen direkten Gegnern die Reifen ebenfalls nachliessen, habe ich gemerkt, dass ich diesbezüglich die besseren Reserven habe. Ich konnte schnell zu der Gruppe vor mir aufschliessen und mit den Jungs dann sogar noch richtig fighten. Ab diesem Zeitpunkt hat das Rennen Spass gemacht und ich bin happy, dass ich die Schlussphase geniessen konnte. Wir erleben im Moment eine schwierige Phase und da tun solche Lichtblicke einfach gut. Auf diese positiven Aspekte des heutigen Rennens können wir allemal aufbauen und wir werden auch versuchen, diese morgen mitzunehmen und nochmals Spass zu haben, bevor wir in die Sommerpause gehen.”

#USWorldSBK – Ergebnis Rennen 1 (25 Runden):
1 Chaz DAVIES / GBR / Aruba.it Racing – Ducati / Ducati Panigale R / 35´14.812
2 Jonathan REA / GBR / Kawasaki Racing Team / Kawasaki ZX-10R / +1.202
3 Tom SYKES / GBR / Kawasaki Racing Team / Kawasaki ZX-10R / +5.798
11 #6 Stefan BRADL / GER / Red Bull Honda World Superbike Team / Honda CBR1000RR SP2 / +44.961

WorldSBK Stand:
1 Jonathan REA / GBR / Kawasaki Racing Team / 316
2 Tom SYKES / GBR / Kawasaki Racing Team / 262
3 Chaz DAVIES / GBR / Aruba.it Racing – Ducati / Ducati Panigale R / 210
12 #6 Stefan BRADL / GER / Red Bull Honda World Superbike Team / 59

#USWorldSBK: NEUNTSCHNELLSTER AM FREITAGMORGEN IN KALIFORNIEN

Stefan Bradl konnte sich bei seinem Comeback auf dem Laguna Seca Raceway nach vier Jahren gleich wieder mit der berühmten Corkscrew anfreunden.

Das achte Saisonmeeting im Hinterland von Monterey an der Pazifikküste Kaliforniens begann bei herrlichem Sommerwetter. Für Stefan Bradl verlief der erste Trainingstag wie schon so oft in dieser Saison jedoch durchwachsen. Nach dem erfreulichen Auftakt mit einem starken ersten Training, trübte ein schwieriger Nachmittag die Stimmung. Ein Motorwechsel in der Pause zwischen beiden Trainings verursachte viele Probleme und zudem musste Bradl einen Sturz in der Corkscrew wegstecken. Letzteres hatte allerdings kaum nennenswerte Auswirkungen auf den Ausgang des Trainingsauftakts in Kalifornien. Trotzdem konnte der Honda-Pilot seine Rundenzeit nicht verbessern und daher beginnt die Qualifikation am Samstag für ihn bereits in der Superpole1.

Beide Rennen des Wochenendes werden wie üblich live vom österreichischen Sender ServusTV übertragen. Das Programm, das übrigens im gesamtdeutschsprachigen Raum im Free-TV zu empfangen ist, beginnt am Samstag und Sonntag jeweils eine halbe Stunde vor Rennstart mit einer ausführlichen Berichterstattung.

#6 Stefan BRADL (Red Bull Honda World Superbike Team, Honda CBR1000RR SP2), FP1: P9 – 1´24.928 / FP2: P16 – 1´25.595:

“Das erste Training heute Vormittag war ok. Es war eigentlich sogar ein recht verheissungsvoller Start in das Wochenende. Ich hatte auf Anhieb ein gutes Gefühl und konnte mich auch gleich wieder an die Strecke gewöhnen. In weiterer Folge haben wir auch verschiedene Reifen durchprobiert. FP1 war wirklich in Ordnung. Zum Zeitpunkt der zweiten Session waren die Bedingungen deutlich heisser. Das störte uns aber nicht weiter. Das Problem war vielmehr ein neuer Motor, den wir in der Pause wechseln mussten. Mit diesem funktionierte die Motorbremse nicht ordnungsgemäss, sowie auch ein paar andere Dinge. Abgesehen davon ist mir gleich nach Beginn der Session ein Fehler passiert.”

“Dieser Ausrutscher übers Vorderrad war nichts Schlimmes, trotzdem hat es sich ein wenig auf den weiteren Verlauf ausgewirkt. Das zweite Training war überhaupt von vielen Elektronikproblemen geprägt. Das war aber nicht alles, denn für morgen müssen wir erneut den Motor wechseln. Das heisst, wir müssen einen neuen versiegelten Motor aus unserem Kontingent nehmen. Jedenfalls ist es ein wenig ärgerlich, dass wir nach dem guten Beginn am Nachmittag wieder in so viele Probleme gerieten. Unsere Pace in FP1 war wirklich stark, während mit dem anderen Motor das Gefühl weniger gut war. Hoffentlich gelingt uns mit dem neuen Motor eine Trendwende, damit wir dort weitermachen können, wo wir am Vormittag aufgehört haben.”

#USWorldSBK – Kombinierte Zeitenliste FP1/FP2:
1 Chaz DAVIES / GBR / Aruba.it Racing – Ducati / Ducati Panigale R / 1´23.425 (FP1)
2 Jonathan REA / GBR / Kawasaki Racing Team / Kawasaki ZX-10R / 1´23.436 +0.011 (FP2)
3 Marco MELANDRI / ITA / Aruba.it Racing – Ducati / Ducati Panigale R / 1´23.778 +0.353 (FP2)
14 #6 Stefan BRADL / GER / Red Bull Honda World Superbike Team / 1´24.928 +1.503 (FP1)